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Termine 2021

Hamburg 10.-11. Juni 2021   Düsseldorf 1. Juni 2021 (Salon SCHULBAU kompakt)   Stuttgart 22.-23. September 2021   Berlin 24.-25. November 2021   Frankfurt a. M. 8.-9. Dezember 2021

In der Corona-Krise wurden in Hamburg die Anstrengungen zur Digitalisierung von Schule und Unterricht erheblich gesteigert. Bei dem Ausbau von WLAN, der Beschaffung von Laptops und Tablets sowie der Installation und Nutzung von Lernprogrammen wurden in den letzten neun Monaten die Zahlen verdreifacht. Der Hamburger Senat investiert von 2019 bis 2023 aus eigenen Mitteln und aus den vier Digitalpakten der Bundesregierung voraussichtlich rund 200 Millionen Euro für die Digitalisierung der Hamburger Schulen.

Die Anzahl der Schulen mit WLAN in den Unterrichtsräumen wurde von März bis Ende 2020 von 61 auf 266 staatliche Schulen mehr als vervierfacht. 130 Schulen haben ein sehr leistungsfähiges WLAN in allen Klassenräumen mit einer Übertragungsmöglichkeit von einem Gigabit pro Sekunde (1 GBit/s), 136 Schulen verfügen über WLAN mit einer geringeren Übertragungsgeschwindigkeit von mindestens 50 Mbit/s in rund zwei Dritteln aller Klassenräume. 105 Schulen hatten am 31. Dezember 2020 noch kein WLAN in ihren Unterrichtsräumen, davon werden 47 bis zum 31. Januar 2021 und fast alle restlichen Schulen bis in die Sommerferien im August nachgerüstet.

Die Zahl der Laptops und Tablets für Schüler*innen wurde von März 2020 bis Ende 2020 von rund 17.000 auf rund 62.000 (+ 45.000 Geräte) mehr als verdreifacht. Darüber hinaus verfügen die Schulen insgesamt über rund 36.000 Desktop-Computer für die Schüler*innen. Mit dieser Ausstattung liegen Hamburgs Schulen bundesweit an der Spitze. Für die Konfiguration und Wartung der schuleigenen Geräte bekommen die allgemeinbildenden Schulen im Rahmen des Konzepts der selbstverantworteten Schule von der Schulbehörde rund 4,5 Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung gestellt. Zurzeit geht die Schulbehörde davon aus, dass mindestens 90 Prozent der Geräte einsatzbereit sind.

Digitale Tafeln

In zahlreichen Unterrichtsräumen stehen jetzt „digitale Tafeln" zur Verfügung. Dabei handelt es sich entweder um Beamer-Computer-Kombinationen oder um sehr große, computergesteuerte Flachbildschirme. Im März 2020 verfügten rund 5.000 der insgesamt rund 12.000 Unterrichtsräume der allgemeinbildenden Schulen über entsprechende Präsentationstechnik, bis zum Jahresende wurden weitere 3.000 Geräte beschafft und installiert.

Die Schulbehörde hat allen Schulen ab Sommer 2020 die Lernmanagementprogramme „LMS.Lernen.Hamburg" und „IServ" zur Verfügung gestellt. Nutzten im März 2020 nur 75 Schulen diese Lernprogramme, so waren es bis Ende 2020 schon 347 Schulen, das ist mehr als das Vierfache. Da 68 Schulen gleichzeitig beide Programme verwenden, haben zurzeit rund 90 Schulen noch keines dieser Lernprogramme, einige verwenden andere Programme. Die Schulbehörde geht davon aus, dass bis zu den Sommerferien 2021 alle Schulen die Programme verwenden. Die Lernprogramme „LMS.Lernen.Hamburg" und „IServ" müssen nicht auf den Schulgeräten installiert werden, sondern werden von den Programmbetreibern online zur Verfügung gestellt. Bei datenintensiven Anwendungen wie beispielsweise zahlreichen parallelen Videokonferenzen kam es in der Vergangenheit zu Engpässen uns Ausfällen auf den Servern der Programmbetreiber. Beide Anbieter haben jetzt ihre Serverkapazitäten erheblich erhöht. Bei einer normalen Nutzung mit einer Mischung von Videokonferenzen, Chats, Emails oder Zugriffen auf Datenbanken können jetzt mit bis zu 90.000 Schüler, also doppelt so viele wie bisher gleichzeitig in den Lernprogrammen arbeiten.

Übertragungsraten erhöht

Alle Schulen sind an das städtische Glasfasernetz angeschlossen. Das bestehende Netz begrenzte die Übertragungsrate vieler Schulen auf 10 Mbit/s pro Schule, das entspricht bei vernünftiger Nutzung maximal zwei parallelen Videokonferenzen pro Schule. Bis Ende 2020 wurde die Übertragungsrate auf 50 Mbit/s an Grundschulen und mindestens 100 Mbit/s an weiterführenden Schulen erheblich erhöht. Die neue Kapazität ermöglicht es bei einer vernünftigen Nutzung, dass bis zu 50 Prozent aller Schulklassen parallel Videokonferenzen organisieren können. Voraussetzung ist, dass in einer Videokonferenz nur ein Teil aller Schüler*innen einer Klasse gleichzeitig mit Video, Bildschirmübertragung und Ton übertragen werden und die anderen „in Bild und Ton stummgeschaltet" sind.

In den letzten Monaten wurden die Fortbildungsangebote im Bereich der Digitalisierung deutlich ausgebaut: Hatten im letzten Schuljahr 2019/20 noch 6.800 Pädagog*innen an 775 zum Teil mehrtägigen Digitalisierungsfortbildungen teilgenommen, waren es in der ersten Hälfte des aktuellen Schuljahres 2020/21 bereits 11.494 Pädagog*innen an 1.412 Digitalisierungsfortbildungen. 7.044 Pädagog*innen nahmen an der Webinaroffensive des Landesinstituts mit 413 Webinaren und Schulungen für Multiplikator*innen teil. Als Anregung für den Digitalunterricht steht allen Schulen die Plattform „Digital Learning Lab" mit mittlerweile über 200 Unterrichtsbeispielen und Beschreibungen von über 100 Lernprogrammen und weiteren digitalen Tools für den Unterricht zur Verfügung. Darüber hinaus informierte die Schulbehörde die Lehrkräfte während des Lockdowns im ersten Halbjahr 2020 mit knapp 20 mehrseitigen Newslettern über Möglichkeiten für digitalen Unterricht.



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