Bestandteil der Messe SCHULBAU 2018 wird der Interdisziplinäre Studentische Architektur Wettbewerb SCHULBAU sein. In seiner fünften Edition wurde der Wettbewerb in diesem Jahr interdisziplinär angelegt: Gemischte Teams aus dem Master-Kurs Entwurf und Baukonstruktion der Hafen City Universität Hamburg (HCU) und Studenten des Master-Kurses Schulpädagogik und Schulforschung der Universität Hamburg (UH) entwerfen gemeinsam ein zur Realisierung anstehendes Schulbau-Vorhaben der Stadt Hamburg.

Begleitet und umgesetzt wird der diesjährige Wettbewerb durch die Professoren Florian Fink (HCU) und Prof. Dr. Angelika Paseka (UH). Prof. Florian Fink ist Architekt und Professor im Bereich Entwurf und Baukonstruktion an der HCU. Er wird die Wettbewerbsteilnahme mit seinem Master-Studiengang im Wintersemester 2017/2018 umzusetzen. Prof. Fink nimmt zum fünften Mal an diesem Wettbewerb teil. Prof. Dr. Angelika Paseka ist Professorin an der Fakultät für Erziehungswissenschaft der Universität Hamburg.

Initiator und Auslober des Wettbewerbes ist die Cubus Medien Verlag GmbH, Hamburg, die auch die SCHULBAU Internationaler Salon und Messe für den Bildungsbau veranstaltet.

Der Ablauf des Wettbewerbes

Ein Kernelement dieses Wettbewerbes ist die zu planende Schule. Gemeinsam mit den beiden Behörden SBH | Schulbau Hamburg (SBH) und der Behörde für Schule und Berufsbildung (BSB) Hamburg, die auch Kooperationspartner des Wettbewerbes und der Messe SCHULBAU sind, wird jeweils im Vorfeld des Wettbewerbes ein reales, zur Umsetzung anstehendes Schulbauprojekt Hamburgs ausgewählt. Die Studenten planen also auf der gleichen informellen Grundlage, die später auch dem realen Entwurfs- und Planungsprozess zugrunde liegt.

So auch in diesem Jahr. Geplant wird von den Studierenden eine Grund- und weiterführende Schule im Elbinselquartier in Hamburg-Wilhelmsburg. Das neue Stadtquartier entsteht durch die Verlegung der Wilhelmsburger Reichsstraße um 400 Meter nach Osten an die bereits bestehenden Bahngleise. Die vierspurige Trasse der B4/B75, die die Hamburger Innenstadt mit Harburg verbindet, zerschneidet in heutiger Lage Wilhelmsburg und den Wilhelmsburger Inselpark.

Exkursion zum IBA Dock

Der Wettbewerb beginnt im Regelfall mit einer Exkursion zum geplanten Schulstandort. Da die Verlegung der Wilhelmsburger Reichsstraße voraussichtlich erst 2019 abgeschlossen sein wird, fand die Exkursion bei der IBA Hamburg GmbH statt. Der städtische Quartiersentwickler ist aus der Internationalen Bauaustellung Hamburg entstanden. Projektmanager Kai Michael Dietrich erläuterte den zirka 40 Wettbewerbsteilnehmern die Rahmendaten des Projektes.

Städtebauliche Situation, Verkehrsanbindung, Zuwegungen und die sozi-kulturellen Strukturen der Schuleinzugsgebiete waren Thema dieser informativen Einführungsveranstaltung. Am großen, interaktiven Modell von Wilhelmsburg im IBA Dock konnten sich alle Teilnehmer über die Situation südlich der Elbe informieren.

 Verzahnung und Vernetzung

Durch die Verahnung und Vernetzung der Akteure auf architektonischer und pädagogischer Seite werden Impulse möglich, die über das Abarbeiten eines Bauprojektes hinausgehen. Gemeinsam entwickeln die Studierenden beider Fachrichtung ein pädagogisches Konzept für die Schule und einen dafür passenden architektonischen Entwurf. Eine fachkundige Jury begleitet diesen Prozess. 

Der Wettbewerb wird durch einen Sponsor begleitet. Das dänische Unternehmen Troldtekt stellt Produkte für den akustischen Komfort und ein gesundes Innenraumklima für Schul-, Büro- und Wohngebäude her und wird auch als Aussteller auf der SCHULBAU Internationaler Salon und Messe für den Bildungsbau in Hamburg präsent sein.

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