Der Cubus Medien Verlag, Hamburg hat den Studentischen Architektur-Wettbewerb SCHULBAU 2014 initiiert und führt ihn gemeinsam mit seinen Kooperationspartnern im Semester 2016/2017 zum vierten Mal durch. Architekturstudenten der HafenCity Universität Hamburg bearbeiten dabei ein mit SBH | Schulbau Hamburg und der Behörde für Schule und Berufsbildung Hamburg (BSB) abgestimmtes und zur Realisierung anstehendes Projekt anhand der realen Planungskoordinaten.
Eine Expertenjury begleitet die Entwurfsprozesse der Studenten in mehreren Vorstellungsrunden. Anregungen, Kritik und das Einüben der Präsentation eigener Entwürfe ist ein wesentliches Merkmal dieses Wettbewerbes. Die Gewinner werden auf der Messe SCHULBAU, 22. bis 23. Februar 2017 im Hamburg Cruise Center Altona bekannt gegeben.

Zweite Universität beteiligt

Im Wintersemester 2016/2017 wird der Wettbewerb nun an mehreren Stellen erweitert. Erstmals erarbeitet mit der Leibniz Universität Hannover, Fakultät für Architektur und Landschaft eine weitere Hochschule parallel zur HCU die gestellte Aufgabe. Unter der Leitung von Prof. Hilde Léon von léonwohlhage Gesellschaft von Architekten mbH, Berlin entstehen Entwürfe parallel zur HCU mit gleicher Aufgabenstellung.
Um den Studenten beider Hochschulen, Mitarbeitern und Mitgliedern von Kooperationspartnern und Schulbau-Interessierten weitere Einblicke in die komplexe Planungsaufgabe Schulbau zu ermöglichen, wird der Wettbewerb in diesem Semester zudem um einen neuen Baustein erweitert. In einer oder zwei Gastvorlesungen referieren renommierte Planer zu typischen, wiederkehrenden Aufgabenstellungen im Schulbau.
Für die Auftaktveranstaltung am 8. Dezember 2016 konnte Julian Weyer, Partner im dänischen Büro C.F. Møller gewonnen werden. Er referierte zum Thema „Die Einbindung von Lernlandschaften in die Konzeptionierung von Schulbauten“ und nahm auch an der ersten Zwischenpräsentation der Studenten teil.

Deutsch-dänische Differenzen

Bildungsbau ist eines der zentralen Felder des dänischen Architekturbüros C.F. Møller mit Sitz in Aarhus, Kopenhagen, Aalborg, Oslo, Stockholm und London. Planung und Realisierung von Kindertagesstätten, Schulen und Universitäten in Dänemark, Deutschland und Großbritannien kann C.F. Møller in seinem Portfolio listen.
Julian Weyer stammt aus Berlin und lebt seit 1975 in Dänemark. Er kennt beide Märkte genau und machte in seiner Lecture deutlich, wie groß trotz der geografischen Nähe die Unterschiede in der Abwicklung von Bauvorhaben ganz allgemein und im Besonderen für die Planungsaufgabe Schulbau sind.

Theodor Haubach Grundschule

Auch dieses Mal geht es im Wettbewerb um ein reales Schulbauprojekt in Hamburg. Bei dem von der Behörde für Schule und Berufsbildung (BSB) ausgewählten Vorhaben steht die Erweiterung der Theodor Haubach Grundschule an. Diese derzeit dreizügige Bestandsschule grenzt direkt an die Neue Mitte Altona, eines der größten Wohnbauprojekte Hamburgs. Zudem wurde jetzt das ebenfalls angrenzende Gelände der Holsten Brauerei zur Entwicklung von Wohnbebauung, öffentlichen Flächen und für die Erweiterung des Schulgeländes freigegeben.
Um eine bedarfsgerechte Versorgung der neuen Wohngebiete zu gewährleisten, muss die Theodor-Haubach-Schule weitere drei Züge, also 15 Klassen inklusive der Vorschulklassen aufnehmen. Damit könnten zukünftig bis zu sieben Züge betreut werden. Hierfür reichen die bestehenden Räumlichkeiten der Schule nicht aus.
Aufgabe der Studenten ist es daher, acht Klassen- und zwei Fachräume mit den entsprechenden Differenzierungsflächen, Nebenflächen sowie Gemeinschafts- und Ganztagsflächen auf dem derzeit noch verwinkelten, weil historisch gewachsenen Areal zu planen. Auch eine weitere Zweifeld-Sporthalle ist zu berücksichtigen. An Außenflächen sind neben den Schulhofflächen für zirka 900 Kinder und einer Außensportfläche auch die erforderlichen Stellplätze für die Schulerweiterung nachzuweisen.

Prämierung in feierlichem Rahmen

Nach der Exkursion zur Schule, der dortigen Einführung in die Planungsaufgabe und einem Eindruck vom städtebaulichen Umfeld, arbeiten die Teams inzwischen unter Hochdruck an ihren Entwürfen. Fachkundig werden sie dabei von der Jury begleitet.
Die Ergebnisse werden den Besuchern der SCHULBAU Messe in Hamburg, am 22. bis 23. Februar 2017 im Cruise Center Altona in Form einer Ausstellung präsentiert. Die Gewinner werden auf der Messe bekannt gegeben. Wie jedes Jahr lobt der Cubus Medien Verlag ein Preisgeld aus, das nach den Vorgaben der Jury an die Gewinner ausgeschüttet wird.

Die Jurymitglieder 2016/2017 sind:

 

  • Peter Busch, Regionalleitung Altona, SBH | Schulbau Hamburg,
  • Professor Florian Fink, Architekt und Professor für Entwurf und Baukonstruktion an der Hafencity Universität Hamburg,
  • Klaus Grab, Schulentwicklungsplanung und Standortplanung, Behörde für Schule und Berufsbildung Hamburg,
  • Martin Jung, Geschäftsführer Cubus Medien Verlag, Hamburg,
  • Daniel Kinz, Partner im Büro Gössler Kinz Kerber Kreienbaum Architekten, Hamburg und 1. Vorsitzender des BDA Hamburg,
  • Hilde Léon, Partnerin léonwohlhage Gesellschaft von Architekten mbH, Berlin und Prodekanin der Fakultät für Architektur und Landschaft der Leibniz Universität Hannover,
  • Dagmar Solf, designierte Schulleiterin der Theodor Haubach Schule,
  • Ulrike Stöber, Referatsleiterin Schulentwicklungsplanung und Standortplanung, Behörde für Schule und Berufsbildung BSB,
  • Manfred Wiescholek, Spengler Wiescholek Architekten Stadtplaner, Hamburg.
Nach oben