Die Eckpunkte des „DigitalPakts Schule“ wurden in monatelangen intensiven Verhandlungen zwischen Bund und Ländern ausverhandelt. Damit liegen nunmehr die Voraussetzungen dafür vor, dass die Schulen die vielfältigen digitalen Möglichkeiten effektiv für die Bildungs- und Erziehungsarbeit nutzen können. Im Rahmen der Gespräche hat der Bund rund fünf Milliarden Euro im Zeitraum vom 2018 bis 2022 für den Ausbau der IT-Infrastruktur in den allgemeinbildenden Schulen, berufsbildenden Schulen und sonderpädagogischen Bildungseinrichtungen in öffentlicher und privater Trägerschaft in Aussicht gestellt.
Im Gegenzug werden die Länder dafür sorgen, dass alle Schüler, die zum Schuljahr 2018/2019 in die Grundschule kommen oder in die Sekundarstufe I eintreten, bis zum Ende ihrer Schulzeit Kompetenzen in der digitalen Welt erwerben können. Dazu entwickeln die Länder die Bildungs- und Lehrpläne aller Unterrichtsfächer in Bezug auf den verbindlichen KMK-Kompetenzrahmen weiter und organisieren Lehrerfortbildungen.
Eine Erörterung der von den Ländern verabschiedeten Eckpunkte des "DigitalPakts Schule" mit dem Bund sowie die Ausarbeitung von Detailfragen soll bis Dezember 2017 abgeschlossen sein.
Dr. Susanne Eisenmann, diesjährige Präsidentin der Kultusministerkonferenz und Ministerin für Kultus, Jugend und Sport des Landes Baden-Württemberg, sagt: „Wir müssen unsere Schulen pädagogisch und technisch gut für die Zukunft aufstellen. Mit den Eckpunkten des DigitalPakts Schule schaffen wir gemeinsam eine Grundlage für diese Zukunftsaufgabe. Eine gute technische Ausstattung mit einem überzeugenden pädagogischen Konzept kann allerdings nur dann zum Lernerfolg führen, wenn auch die Lehrerinnen und Lehrer entsprechend qualifiziert sind. Wichtig ist den Ländern auch, dass alle Schulen an dem Programm partizipieren können, unabhängig davon, ob sie bereits über hervorragende Rahmenbedingungen für digitales Lernen verfügen oder ob sie sich jetzt erst auf den Weg in die digitale Zukunft machen. Entscheidend ist das pädagogische Konzept der jeweiligen Schule. Das angekündigte finanzielle Engagement des Bundes gibt der Umsetzung der KMK-Strategie ,Bildung in der digitalen Welt‘ den entsprechenden Rückenwind.“
Ties Rabe, Hamburger Senator für Schule und Berufsbildung und A-Länderkoordinator, sagt: „Mit der Verabschiedung des gemeinsamen Eckpunktepapiers sind wir einen entscheidenden Schritt vorangekommen. Wir wollen die schulische Bildung zukunftssicher machen – Lernen für die digitale Welt ist dabei ein zentraler Baustein. Wir setzen darauf, dass der Bund zu seinem Wort steht, denn auch die Länder werden ihre Verpflichtungen einhalten.“
Dr. Ludwig Spaenle, Bayerischer Staatsminister für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst sowie B-Länderkoordinator, sagt: „Die heute vorgestellten Eckpunkte zur Bund-Länder-Vereinbarung ‚DigitalPakt Schule‘ begrüße ich ausdrücklich. Die Länder bekennen sich dazu, innerhalb ihrer jeweils eigenen Zuständigkeit und inhaltlichen Gestaltungshoheit Bildung in der digitalen Welt zu realisieren. Damit schaffen sie die Voraussetzungen für eine besondere Form des kooperativen Föderalismus im ‚DigitalPakt Schule‘.“
Mehr unter www.kmk.org
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