In Dortmund entsteht derzeit eine der größten Schulen Deutschlands. Auf dem ehemaligen Gelände der Unionbrauerei werden zukünftig sowohl das Robert-Schuman- als auch das Robert-Bosch-Berufskolleg mit rund 6.000 Schülern Platz finden. Zudem sind ein Zentrum der Kreativwirtschaft und eine öffentliche Tiefgarage vorgesehen. Das Planungskonzept nach dem Entwurf von Gerber Architekten ordnet die Gebäude campusartig um einen zentralen Innenhof an und orientiert sich mit seinen klar gegliederten Baukörpern an der Architektursprache der Bestandsgebäude.

In zentraler Lage befindet sich in Dortmund das Gelände der Unionbrauerei, die 2004 abgerissen wurde. Erhalten blieb nur das denkmalgeschützte Dortmunder „U“. Das ehemalige Gär- und Lagerhochhaus und heutiges Zentrum für Kunst und Kreativität wurde ebenfalls von Gerber Architekten saniert und für die neue Nutzung umgeplant. Es gilt als Wahrzeichen der Stadt und soll als Motor und Anziehungspunkt des umliegenden Areals dienen. Damit steht es im Mittelpunkt des städtebaulichen Konzeptes des Viertels.

Nach dem Bau eines Bürogebäudes im Jahr 2002 wird nun die nächste Teilfläche des rund fünf Hektar großen Areals bebaut. Auf einer Grundstücksfläche von rund 20.000 Quadratmetern entsteht derzeit einer der größten Schulkomplexe Deutschlands. Die Gebäude weisen zusammen eine Bruttogeschossfläche von 52.000 Quadratmetern auf und bieten Platz für rund 6.000 Schüler sowie 210 Lehrer.

Gerber Architekten setzen auf offene Blickbezüge und Wegebeziehungen sowie ein differenziertes und durchlässig angelegtes Freiflächenkonzept. Alternierende Höhen der Gebäude erzeugen eine Kleinteiligkeit und bilden funktional zusammengehörige Kollegbereiche ab. Im Frühjahr 2016 sollen die beiden Berufskollegs den Betrieb aufnehmen.

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